4.10 Schnittstelle ELH - FNET


1 Charakterisierung der Schnittstelle

Die Schnittstelle entspricht dem Typus "Abgleich mit den Ergebnissen einer anderen Elementarmethode".

Der Lebenslauf jedes Entitätstyps wird in Abstimmung mit den möglichen Abfolgen der Funktionen beschrieben. Für jeden Entitätstyp werden die Lebenslaufzustände, die zulässigen Zustandsübergänge und die beteiligten Funktionen beschrieben. Dadurch ergeben sich für jeden Entitätstyp zulässige Funktionsabläufe. Diese sind mit den im Rahmen der Funktionsnetzmodellierung beschriebenen Abläufen abzugleichen.


2 Beispiel

Die beiden nachfolgenden Abbildungen illustrieren die Schnittstelle.


Erläuterung

Im Rahmen einer Auftragsbearbeitung seien vormittags eintreffende Aufträge zu erfassen und zu überprüfen. Falls die bestellten Artikel vorrätig sind, wird der Auftrag bestätigt, andernfalls muß er abgelehnt werden. Abbildung 4.12 stellt den Ablauf der betrieblichen Funktionen als Funktionsnetz dar. Dieses darf keine Widersprüche zum Lebenslauf des Entitätstyps "Auftrag" enthalten, der in Abbildung 4.13 dargestellt ist. In der Diagonalen sind die zulässigen Zustände eingetragen, die Pfeile zeigen die zulässigen Zustandsübergänge und die dafür verantwortlichen Funktionen. Hierdurch ergeben sich Einschränkungen für mögliche Funktionsabläufe. Unzulässige Abläufe dürfen in keinem Funktionsnetz auftreten.


3 Werkzeugunterstützung

Funktionsnetze und Lebensläufe von Entitätstypen lassen sich in Matri"form darstellen. Eine Werkzeugunterstützung ist damit durch alle Werkzeuge gegeben, die eine Matri"darstellung ermöglichen.


Literatur

/ Downs, 92 / Kapitel 3.11 erläutert das Zusammenspiel der beiden Methoden.

/ Martin, 91 / Kapitel 14 enthält ein Beispiel für eine Entity/Process-Matri".

/ Ploenzke, 91 / Abschnitt FSA, Kapitel 7 enthält mehrere Beispiele zu FNET und ELH.


Abbildung 4.12: Funktionsnetz "Auftragsbearbeitung"

Abbildung 4.12: Funktionsnetz "Auftragsbearbeitung"

Abbildung 4.13: Lebenslauf "Auftrag"

Abbildung 4.13: Lebenslauf "Auftrag"