1 Charakterisierung der Schnittstelle
Die Schnittstelle entspricht dem Typus "Abgleich mit Ergebnissen einer anderen Elementarmethode".
Das Datenflußmodell wird in Wechselwirkung mit dem E/R-Modell erstellt. Hierbei werden einzelnen Elementen des Datenflußmodells Ausschnitte des E/R-Modells, sogenannte "Views", zugeordnet. Die Zuordnung von E/R-Teilmodellen kann hierbei erfolgen
Diese Zuordnung kann auf beliebigen Ebenen der Prozeßhierarchie erfolgen. Einzelne "Views" können sich bei der Zuordnung überlappen, wenn z. B. gleiche Datenelemente in verschiedenen Prozessen verwendet werden.
Durch den wechselseitigen Abgleich der Prozeß- und Datenseite wird angestrebt, die Anforderungen Vollständigkeit (z. B. "sind alle Funktionen mit den benötigten Daten versorgt, usw.") und Konsistenz (z. B. "gibt es Daten bzw. Funktionen, die zu keinem Element oder zu den falschen Elementen in Wechselbeziehung stehen") zu erfüllen. Auch zu Optimierungszwecken (z. B. Minimierung der Schnittstellenbeziehungen) wird die Anwendung der Schnittstelle herangezogen.
2 Beispiel
Abbildung 4.4 illustriert die Schnittstellenbeziehung.
Erläuterungen zum Beispiel
Neben dem Kontextdiagramm mit den Terminatoren E1 und E2 wird in dem Beispiel die erste Verfeinerungsstufe des Datenflußdiagramms dargestellt. Hier wird dem Datenfluß von Terminator E1 zum Prozeß P2 ein View mit den Entitätstypen B und C zugeordnet. Damit lassen sich die Schnittstellen E1 und P2 festhalten. Ferner wird dem Datenspeicher D1 ein View mit den Entitäten A, D und E zugeordnet. Damit kann der Datenspeicher D1 strukturiert werden.
3 Werkzeugunterstützung
Um die E/R-Teilmodelle mit dem E/R-Gesamtmodell konsistent halten zu können, ist insbesondere bei umfangreichen Modellen (ER und DFM) eine Werkzeugunterstützung unabdingbar.
Literatur
/ Achatzi, 91 / Kapitel 5: Genaue Angaben zur Funktionsstrukturierung unter Datengesichtspunkten
/ Raasch, 91 / Kapitel 4.4.4.5 erläutert Beziehungstypen im SA-Modell
Abbildung 4.4: Schnittstellenbeispiel DFM - ER