1 Identifikation/Definition der Methode
Bei ZUVM handelt es sich um eine Methodenkategorie; die einzelnen anwendbaren Zuverlässigkeitsmodelle werden in Anlage 1 (ZUVM) unter Angabe von Auswahlkriterien genauer erläutert. Erst im Rahmen der Operationalisierung wird eine spezifische Methode festgelegt.
Als Übersichtsbeschreibung kann / Goel, 85 / verwendet werden.
2 Kurzcharakteristik der Methode
Ziel und Zweck
Ein Zuverlässigkeitsmodell dient der Identifikation, der Verdichtung und dem Nachweis von Zuverlässigkeitsanforderungen. Ausgehend von den nutzerorientierten Anforderungen und der Einsatzumwelt ist durch das Modell das System komplett oder adaptiv darzustellen.
Das Zuverlässigkeitsmodell soll nicht nur Aussagen machen können über die Erreichung der Nutzerqualitätsziele, sondern auch über Kriterien, die hierzu im Zusammenhang stehen, sowie die zu erreichenden Zwischenziele (Zuverlässigkeitszuwachs) und den Einfluß von technischen Änderungen.
Funktioneller Ablauf
Das Prinzip der Methode besteht darin, ein Modell zu entwickeln, das Aussagen über die Funktionen einer Software/eines Systems und ihren Zuverlässigkeitsstatus ermöglicht.
Zur Messung des Zuverlässigkeitsstatus werden verschiedene Zuverlässigkeitskenngrößen benutzt. Die gebräuchlichsten sind:
Die Kenngröße "Zeit zwischen beobachteten Fehlern" beruht auf der Messung des Zeitintervalls zwischen dem Auftreten des Fehlers n und dem Auftreten des Fehlers n+1. Entwicklung und Qualitätssicherung kann eingestellt werden, wenn ein akzeptabler Wert für das Zeitintervall erreicht ist.
Die Kenngröße "Fehlerhäufigkeit" zählt oder schätzt die Anzahl der Fehler während eines festgelegten Intervalls. Entwicklung und Qualitätssicherung kann eingestellt werden, wenn die kumulative Anzahl von aufgetretenen Fehlern in dem Zeitintervall eine akzeptable (niedrige) Anzahl erreicht hat.
Die Kenngröße "Fehlerquelle" schätzt die Anzahl der im Programm verbliebenen Fehler. Ist diese akzeptabel klein, so kann die Entwicklung und die Qualitätssicherung eingestellt werden.
Realisierung und Einsatz eines Zuverlässigkeitsmodells sind sehr stark mit dem Meßprozeß zum Zuverlässigkeitsstatus verbunden.
3 Grenzen des Methodeneinsatzes
Die Methode ZUVM kommt nur zum Einsatz, wenn hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit gestellt werden.
4 Detaillierung der Methodenzuordnung
4.1 ZUVM in Aktivität SE 1.3 "Kritikalität und Anforderungen an die Qualität definieren"
Die Methode dient der Festlegung von Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Systemfunktionen. Sie deckt das Teilprodukt "Qualitätsforderungen" nur bezogen auf Zuverlässigkeit vollständig ab.
4.2 ZUVM in Aktivität SE 3.4 "Anforderungen an die Qualität der SW-/HW-Einheit definieren"
Die Methode dient der Festlegung von Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Funktionen einer SW-Einheit. Sie deckt das Teilprodukt "Technische Anforderungen an sonstige Qualitätsmerkmale" nur bezogen auf Zuverlässigkeit vollständig ab.
5 Schnittstellen
- entfällt -
6 Weiterführende Literatur
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Angus,
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Goel,
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IEEE
982.2, 88 /,
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Lapadula,
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MIL-HDBK
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Sukert,
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