1 Identifikation/Definition der Methode
/ DIN 66241, 78 / S. 1-4
2 Kurzcharakteristik der Methode
Ziel und Zweck
Die "Entscheidungstabellentechnik" (ETAB) ist ein Hilfsmittel, um Entscheidungssituationen übersichtlich, eindeutig und in knapper Form darzustellen.
Die hierbei verwendeten Entscheidungstabellen setzen sich aus einer Menge von in einer bestimmten Situation relevanten Entscheidungsregeln zusammen. Eine Entscheidungsregel bestimmt dabei eine Aktion bzw. eine Folge von Aktionen, die für eine bestimmte Kombination erfüllter Bedingungen ausgeführt werden sollen.
Darstellungsmittel
Eine Entscheidungstabelle besteht aus dem:
Entscheidungstabellen können je nach Komplexität der darzustellenden Entscheidungssituation mit Folgeentscheidungstabellen verknüpft werden.
Funktioneller Ablauf
Die Anwendung erfolgt in den Schritten:
1. Erfassung der Ausgangssituation
2. Auswahl der zutreffenden Entscheidungsregel
Ist die aktuelle Bedingungskonstellation bekannt, wird die auf diesen Fall zutreffende Entscheidungsregel ausgewählt.
3. Ausführung der Aktionen
Mit der Ausführung der in der gewählten Regel definierten Aktionen findet der Entscheidungsprozeß seinen Abschluß.
3 Grenzen des Methodeneinsatzes
Rücksprünge und Schleifen innerhalb komplexer Entscheidungsvorgänge sind darstellbar, aber die Übersichtlichkeit leidet darunter. Die Prüfung auf Vollständigkeit, Redundanz und Widerspruch erfordert maschinelle Unterstützung.
4 Detaillierung der Methodenzuordnung
4.1 ETAB in den Aktivitäten
- SE 2.6 "System-Integration
spezifizieren" und
- SE 4.3-SW "SW-Integration spezifizieren"
Der Einsatz der Entscheidungstabellentechnik erlaubt zum einen die Beschreibung der Integrationsschritte zum Zusammenfügen der Segmente zum System, der SW-/HW-Einheiten zu Segmenten und der SW-Komponenten, SW-Module und Datenbanken zu SW-Einheiten. Beschrieben werden z. B. welche Voraussetzungen für die einzelnen Integrationsschritte notwendig sind, welche Kombinationen möglich oder nötig sind.
Zum anderen wird die Integrationsanleitung für alle Integrationsschritte beschrieben, wie z. B.
Das Teilprodukt "Integrationsanleitung" der Produkte "System-Integrationsplan", "Segment-Integrationsplan" und "SW-Integrationsplan" wird vollständig abgedeckt.
4.2 ETAB in Aktivität SE 3.3 "Anforderungen an die Funktionalität definieren"
Die Bedingungen und Aktionen einer Funktion werden in Form von Regeln und davon abhängigen Aktionen dargestellt.
Im Produkt "Technische Anforderungen" wird das Teilprodukt "Gesamtfunktion des Elements" hinsichtlich der Fallunterscheidungen in Funktionen abgedeckt.
5 Schnittstellen
- entfällt -
6 Weiterführende Literatur
/
DIN
66241, 78 /,
/
Elben,
73 /,
/
Strunz,
77 /